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Was ist die Bibel? ©2019 Henry Aurich Verzeichnis (Auflistung) Start-Seite
  Menschen sichtbar machen
Kirchenjahr «Thomas, der Apostel» Zwilling, Zweifler, Indienmissionar – Thomas hat unter den Aposteln ein eigenständiges Profil. Sein Gedenktag wird in neun christlichen Kirchen gefeiert, in unserer am 3. Juli. Jesus könnte Thomas vielleicht Ta’am gerufen haben. Das ist die Wurzel des Namens Thomas, aus der aramäischen Sprache, die auch Jesus gesprochen hat. Ta’am heisst Zwilling. Rund 300 Jahre nachdem Jesus und Thomas miteinander unterwegs waren, wissen die sogenannten Tho- masakten zu erzählen, die beiden könnten tatsächlich Zwillinge gewesen sein. Zumindest im übertragenen Sinn: Als ein «Zwilling» Christi soll Thomas Wunder vollbracht und Menschen bekehrt haben. Und das in Indien. Tatsache ist, dass sich heute sieben Kirchen im Osten Indiens «Thomas- christen» nennen. Sie sehen im Apostel Thomas ihren Gründervater, der für seinen Glauben dort auch das Martyrium erlitten haben soll. Berühmt geworden ist Thomas für eine Geschichte, die in der Bibel überliefert ist. «Wenn ich meine Hand nicht in seine Seite lege, glaube ich nicht» ist jener Satz, der Thomas in Verruf gebracht hat, an der Auferstehung Jesu zu zweifeln. Jesus dagegen lässt sich herausfordern. Ein Privileg, das einem «Zwilling» offenbar zusteht. Text: Veronika Jehle
Womit kann die Kirche heute Menschen ansprechen?        Website: zhkath.ch Wie soll sich Kirche zeigen, damit die Menschen von heute sie wahrnehmen? Kommunikationsfachfrau Ina Hedwiger hat zhkath.ch mitentwickelt und sagt, wie sich die Zürcher Kirche den Menschen zeigen kann – nicht nur für die Schweiz sondern auch an alle Deutschen auf der der Erde. Glaube & Feiern Menschen aus 150 Ländern sind im Kanton Zürich katholisch. Katholisch sein – was bedeutet das heute? Katholisch sein Die katholische Kirche ist mit ihren weltweit 1,2 Milliarden Mitgliedern die zahlenmässig grösste christliche Konfession. Lesen Sie hier, worauf es dabei ankommt. Wir verstehen uns als Weltkirche, welche in den verschiedenen Kulturen sehr unterschiedlich ausgeprägt ist und trotzdem ein Ganzes bildet. Sichtbares Zeichen der Einheit all der Teilkirchen ist der Papst in Rom, der mit den Bischöfen zusammen die Kirche leitet. Katholisch sein bedeutet aber noch mehr, als Mitglied einer bestimmten Konfession zu sein. Dazu gehört die farben- und sinnenfrohe Liturgie, also die Form des Gottesdienstes, mit zum Beispiel Kerzen, viel Musik oder auch Weihrauch, die Besonderheit verschiedenster Ordensgemeinschaften von Männern und Frauen, oder die in Architektur, bildender Kunst und Musik zum Ausdruck kommende katholische Kultur. Unsere religiösen Feiern und Sakramente sind eine Form von Begegnung und Kommunikation mit Gott. Wir Menschen brauchen Fest- und Feiertage, die unseren Alltag unterbrechen, Freude machen oder auch zum Nachdenken einladen. Unser Name «katholisch – allumfassend» verpflichtet immer wieder dazu, Verantwortung füreinander, über alle Grenzen von Nationen, Völkern, Hautfarben, Sprachen und Kulturen hinweg zu übernehmen.
Maria, die Apostelin
Sie steht für Gleichberechtigung. Ihren Gedenktag am 22. Juli hat Papst Franziskus zum Fest erhoben und Maria Magdalena damit den Aposteln gleichgestellt. Für mich persönlich gehört die Szene zu den berührendsten Momenten im Neuen Testament: Jesus steht ihr gegenüber und sagt nur: «Maria!» Und sie, die ihn nicht erkannt hat – die ihn auch nicht erkennen konnte,immerhin war er doch gestorben –, erkennt am Klang ihres Namens den Ersehnten in ihm. Intimität und Unschuld sprechen so ruhig und innig aus diesem kurzen Dialog. Es ist der Moment, der mein Sinnbild für Gleichberechtigung ist: Jesus und Maria Magdalena, Mann und Frau erkennen einander. Auf Augenhöhe. Und anerkennen einander. In aller Unterschiedlichkeit. Das ist Liebe. Das ist Nächstenliebe. Agape, ob mit oder ohne Eros. Natürlich ist gerade sie die erste Zeugin der Auferstehung. Natürlich ist gerade sie eine von jenen, die unter dem Kreuz ausharren. Natürlich ist gerade sie Apostelin und geht mit Jesus gemeinsame Wege. Natürlich lässt Jesus gerade sie nahe an sich heran. Nicht weil sie eine Frau ist, sondern weil sie bereit ist. Vielleicht ist sie derart bereit, weil sie eine Frau ist. Nahe bei Jesus ist, wer nahe bei Jesus ist. Unabhängig vom Geschlecht. Veronika Jehle
Missbrauch Statement der DOK-Vorsitzenden Sr. Katharina Kluitmann zum Thema "Missbrauch von Ordensfrauen"
Papst Franziskus hat auf dem Rückflug seiner Reise nach Abu Dhabi vor Journalisten festgestellt, dass es Missbrauch von Ordensfrauen durch Kleriker gebe. Die Vorsitzende der Deutschen Ordensobernkonferenz, Sr. Dr. Katharina Kluitmann stellt dazu fest: „Es ist gut, dass der Papst dieses Thema offen anspricht. Im vergangenen November hat auch die weltweite Vereinigung der Generaloberinnen UISG Ordensfrauen aufgefordert, jede Form erlittenen Missbrauchs an die zuständigen Stellen zu melden. Selbstverständlich gibt es unter Ordensfrauen solche, die von sexuellem Missbrauch betroffen sind – wie bei allen Frauen. Etwa jede zehnte Frau, so vermutet man, ist schon Opfer von sexuellem Missbrauch geworden, oft in der Kindheit. Ordensfrauen bilden da keine Ausnahme. Auch Missbrauch im Rahmen von Seelsorge- oder Arbeitsbeziehungen, auch durch Priester, kam und kommt leider vor, bei Ordensleuten und anderen, bei Männern wie Frauen.“
Maria Regina
Maria, die Mutter, hat einen Ehrentitel: Regina, lateinisch für Königin. Das Fest «Maria, Königin des Himmels » begeht unsere Kirche am 22. August, acht Tage nach Himmelfahrt. Ich beobachte die Kinder einer Freundin beim Spielen. Ein Junge und ein Mädchen, beide im Kindergartenalter. Sie spielen Familie. Das Mädchen steckt ein Kissen unter ihr Shirt, sie ist schwanger. Stolz trägt sie den grossen Bauch vor sich her. Bald wird das Baby auf die Welt kommen. Während mir die Freundin erzählt, wie es ihr geht, wie sich so manches verändert hat, seit die Kinder da sind, wie müde sie ist, wie sie sich nach Ruhe sehnt und nach einem Moment nur für sich allein – während wir also plaudern, haben die Kinder ein neues Spiel entdeckt. Sie setzen sich gegenseitig Kronen auf, steigen feierlich aufs Sofa und nehmen Platz auf dessen Lehne. Ich gehe zu den beiden und frage, wer sie denn wohl seien? «Ich bin die Königin von diesem Land», sagt sie sehr ernst. «Und was macht die Königin?», frage ich zurück. Einen Moment lang schaut sie mich mit grossen Augen an und weiss nichts zu sagen, dann lacht sie, wirft die Krone vom Kopf und springt weg. Ich muss an die Grossen der Welt denken. Was wissen sie schon, was sie tun? Und ich verstehe die Sehnsucht: nach einer ewigen Mutter, nach einer wirklichen Königin. Text:Veronika Jehle
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Bischof Wolfgang Ipolt katholische Synode