Die Corpus-Christi-Kirche ist ein Kirchengebäude in der Stadt Döbern im Landkreis Spree-Neiße in Brandenburg. Sie ist eine Filialkirche der
römisch-katholischen Pfarrei St. Benno Spremberg im Dekanat Cottbus-Neuzelle des Bistums Görlitz.
Gesund leben, fit sein, möglichst jung bleiben – «Longevity» ist in aller Munde.
2026: «Glauben heute Wahre Gesundheit heißt, in Beziehung mit Gott zu stehen»
Gesund leben, fit sein, möglichst jung bleiben – «Longevity» ist in aller Munde. Mit gesunder Ernährung,
Bewegung und Medizin möchten viele nicht nur länger leben, sondern im Alter auch leistungsfähig bleiben.
Daran ist nichts auszusetzen. Unser Körper ist kostbar und verdient Pflege. Doch manchmal entsteht der
Eindruck, der Mensch sei gar nicht mehr als sein Körper – ein biologisches System, das man möglichst
lange funktionsfähig halten muss.
Hier setzt der Apostel Paulus einen wichtigen Akzent. Er unterscheidet zwischen «sarx» und «soma».
«Sarx», das Fleisch, beschreibt den Menschen, der sich auf das Sichtbare und Vergängliche beschränkt.
«Soma», der Leib, ist hingegen der ganze Mensch – mit seiner Würde, seiner Seele und seiner Berufung,
von Gott bewohnt zu werden. Deshalb schreibt Paulus im ersten Brief an die Gemeinde in Korinth: «Euer
Leib (soma) ist Tempel des Heiligen Geistes.»
Auch die heilige Hildegard von Bingen, deren Gedenktag am 17. September ist, erinnert an diese Einheit von Leib und Seele.
Für sie war der Mensch nur dann gesund, wenn Körper, Geist und Seele im Einklang mit Gott lebten. Wahre Gesundheit bedeutet
deshalb immer auch, in Beziehung zu Gott zu stehen, der uns Leben in Fülle schenken will.
Am 15. September, nur wenige Tage zuvor, gedenken wir der sieben Schmerzen Mariens. Maria gilt – weil sie Jesus ausgetragen
hat – als «erster Tempel» des neuen Bundes zwischen Gott und den Menschen. Der Heilige Geist überschattete sie, und so wurde
sie zur lebendigen Wohnung Gottes. Doch Tempel Gottes zu sein, bewahrte sie nicht vor Leid. Flucht, Sorge und schließlich der
Tod ihres Sohnes prägten ihr Leben. Gerade darin liegt eine tröstliche Botschaft: Der Tempel Gottes ist nicht vor Schmerzen
geschützt. Aber wer mehr ist als nur «sarx», wer den Heiligen Geist in sich trägt, bleibt auch im Leid von Gott getragen.
Unser Wert hängt nicht von Schönheit oder einem langen Leben ab – Gottes Gegenwart verleiht dem Leib eine Würde, die stärker
ist als Leid und die auch der Tod nicht zerstören kann.
Caroline Giovine Theologin und Pfarreiseelsorgerin
«Franziskus ist ein radikaler Beziehungsmensch»
Der vor 800 Jahren verstorbene Franz von Assisi ist aktuell. Pfarrer Christian Walti und Bischof Joseph Maria Bonnemain zeigen das am 4. Oktober im Grossmünster auf.
Von Beatrix Ledergerber-Baumer
«Das Leben von
Franziskus ist heute so
revolutionär und
prophetisch wie vor 800
Jahren», sagt
Grossmünsterpfarrer
Christian Walti. « Er
lebte eine radikale
Offenheit gegenüber
allem Leben, allen
Geschöpfen, allen
Menschen.» Dies habe
große Sprengkraft:
«Unsere Zivilisation will
immer mehr und alles
schneller. Franziskus
zeigt einen ganz
anderen Weg.» Bischof
Bonnemain betont die
«in der heutigen
geopolitischen
Situation hochaktuelle
Bedeutung von
Franziskus als
Friedensstifter».
Friede sei nicht mit
Verhandlungen,
Sitzungen, Kompromissen,
und noch weniger oder
absolut nicht durch
Aufrüstung und
Kräftemessen zu er
reichen. Denn: «Friede
beginnt durch die
Erneuerung des eigenen
Herzens und die
Verbundenheit mit dem
Friedens stifter
schlechthin, Jesus Christus.»
Diesen radikal anderen Weg möchten die beiden zusammen mit der Franziskaner Gemeinschaft von Zürich am 4. Oktober erfahrbar
machen, in einer Form, «wie wir sie im Grossmünster noch nie hatten», so Walti. Es beginnt mit einer gemeinsamen Feier, die in
einen offenen Mittelteil mit acht Stationen in und ums Grossmünster übergeht. Hier gibt es Gespräche, z. B. von einer Christin
mit einem Imam oder mit dem Meteorologen Thomas Bucheli übers Klima, die Schöpfung und seinen Glauben. Oder mit einem
Franziskaner Bruder zum Sonnengesang des Franziskus. Oder eine Tiersegnung im Kreuzgang. Dann bringt jede Station ein
Klangelement ins Schlussgebet mit dem Segen. Der ökumenische Gottesdienst vom 4. Oktober ist der erste gemeinsame Anlass vom
Grossmünster Pfarrer und von dem Churer Bischof – aber «nicht der letzte», sagt Bonnemain. Walti glaubt zwar nicht mehr an die
institutionelle Ökumene, die unterkühlt und stehen geblieben sei. «Aber ich glaube an die warme Ökumene der persönlichen
Beziehungen.» Und die stimmt zwischen den beiden. Das Grossmünster, laut Bonnemain «Kern und Seele unserer Stadt» und laut
Walti «ein prophetisches Zeichen für den gemein samen Auftrag, offen zu sein für alle, die Gott suchen», sei der perfekte Ort
für ihren ökumenischen Start.
Franziskus ist ein radikaler Beziehungsmensch: «Er hat in einem Knoten Gegensätze zusammengebunden: Die Schöpfung, die Armen,
Andersgläubige – zu seiner Zeit undenkbar», sagt Walti. Der Bischof findet in Franziskus das, «wovon wir alle träumen: eine
Kirche, die sich glaubwürdig für die universelle Geschwisterlichkeit ein setzt. Die Teilungen in Gute und Böse, Freunde und
Feinde, Glauben de und Nichtglaubende, Ausländische und Einheimische ... überwindet. Tutti fratelli!»