Glaubensfragen
Friedrich Denk, Mitglied der Bayerischen Akademie der Schönen Künste und des PEN, war Deutschlehrer in München, London und Oberbayern und lebt heute in Zürich. Zuletzt erschien von ihm ein begeisterndes Lob des Lesens: «Wer liest, kommt weiter» Gütersloh 2013.
Weshalb tun sich die Kirchen mit dem Sex so schwer?
Die christlichen Kirchen haben in unserer Gesellschaft als allgemein anerkannte Moralinstanzen abgedankt. Dennoch erhält man den Eindruck, dass dadurch unsere Probleme mit der Sexualität nicht kleiner geworden sind. Zwar wird unablässig sexuelle Freiheit beschworen. Niemand möchte sich prüde schimpfen lassen. Und Tabus scheinen etwas für Ewiggestrige. Dennoch bleibt unbefriedigtes Liebesleben ein Dauerthema in Beratungskolumnen. Am Sexleben von Prominenten entzünden sich öffentliche Moraldebatten. Und Sex wird weiterhin zum Machtgewinn und zur Ausbeutung missbraucht.
Die Frage, weshalb sich die Kirchen mit dem Sex so schwertun, ist deshalb zunächst einmal eine zu kurz gefasste Frage. Es sind die Menschen, die sich mit dem Sex schwertun, unabhängig davon, an welchen Moralvorstellungen sie sich gerade ausrichten. Sexualität lässt sich niemals ganz und gar in den Griff kriegen. Glück und Drama liegen gefährlich nahe beisammen. Sexualität kann der Ort liebevollster Zärtlichkeit sein, aber auch zum Ort brutalster Gewalt werden. Zärtlichkeit jedoch soll intim bleiben - Gewalt dagegen muss geahndet werden. Damit ist Sex auch in einer liberalen Gesellschaft niemals so privat, wie wir es glauben möchten. Alle Religionen versuchen nicht zuletzt deshalb, Sexualität zu regulieren. Mit Normen soll sie gebändigt werden. Moral soll sie in sozial verträgliche Bahnen leiten. Damit
schliesslich nur noch das Glück übrig bleibt und sich das Drama verflüchtigt. Und damit sich gezähmte Menschen leichter führen lassen. Die praktische Erfahrung mit dem Versuch zur Regulierung ist jedoch ernüchternd. Auch durch den Glauben lässt sich Sexualität nicht bis zur Harmlosigkeit erziehen. Sie bleibt eine ständige Heraus- und nicht selten auch Überforderung. Wer es mit der Brechstange versucht - sei das nun durch rigide Moral oder durch komplettes Laisser-faire - der landet erst recht in einer unglückseligen Zwängerei. Weshalb also tun sich die Kirchen und die Menschen mit der Sexualität so schwer? - Weil man es sich damit nie leicht machen kann. - Und auch nicht soll.
©2017 Henry Aurich Impressum
Litanei zum Heiligen Geist
Ehre sei dem Vater und dem Sohn und dem Heiligen Geist... Sei gepriesen! (Wird nach jeder Bitte wiederholt!) l Heiliger Geist, steige vom Thron Deiner Herrlichkeit herab und schlage Dir ein Zelt im Herzen Deines Dieners auf! 2. Heiliger Geist, der Du vom Vater und Sohn ausgehst, lehre mich, in ständiger Gegenwart Gottes zu leben! 3. Heiliger Geist, der Du vom Vater und Sohn ausgehst, lehre mich, nach dem Willen des Allerhöchsten zu leben! 4 Heiliger Geist, der Du im Herzen des Sohnes Gottes wohnst, lehre mich, Dich kennenzulernen und Dich aufrichtig zu lieben! 5 Heiliger Geist, der Du für die Ehre Gottes des Vaters sorgst, lehre mich, gottergeben und im vollkommenen Vertrauen auf Ihn zu leben! 6. Heiliger Geist, Du Zeichen der Feuerzungen, entzünde in meinem Herzen das Feuer Deiner Liebe! 7. Heiliger Geist, Du geheimnisvolle Taube, lehre mich, die Heilige Schrift zu begreifen! 8. Heiliger Geist, der Du weder ein Gesicht noch einen Namen hast, "lehre mich, richtig zu beten! 9 Heiliger Geist, der Du durch den Mund der Propheten  sprichst, lehre mich, im Frieden und in der Ausgeglichenheit des Geistes - der Seele - zu leben! 10. Heiliger Geist, du brennender Feuerherd der Liebe, lehre mich, weise und geduldig zu leben! 11. Heiliger Geist, Du Spender aller Gaben, lehre mich, in Demut und Bescheidenheit zu leben! 12 Heiliger Geist, Du überfließende Schatzkammer der Gnaden, lehre mich, den Wert der Leiden zu begreifen! 13 Heiliger Geist, Du bodenlose Schatzkammer der Gnaden, lehre mich, die kostbare Zeit richtig zu verwenden! 14 Heiliger Geist, Du unerschöpfliche Schatzkammer der Gnaden, schütze mich vor jeder Lieblosigkeit und vor dem Hochmut! 15. Heiliger Geist, dessen Reichtum niemand abschätzen kann, lehre mich, unnütze Vorstellungen und Gedanken abzuwehren! 16. Heiliger Geist, Du Geber sehr vieler Geschenke, lehre mich, unnütze Tätigkeiten und Reden zu vermeiden! 17. Heiliger Geist, aus dessen Fülle wir alle empfangen haben, lehre mich schweigen, um zur rechten Zeit reden zu können! 18. Heiliger Geist, Du ewige Liebe, lehre mich, den anderen ein gutes Beispiel zu geben! 19. Heiliger Geist, Du ewige Güte, gib mir Ausdauer im Guten! 20. Heiliger Geist, Du süßer Lehrer, lehre mich, mit den Menschen richtig umzugehen! 21 Heiliger Geist, Du lieber Freund der Seelen, lehre mich, niemanden zu richten und des Unrechts nicht zu gedenken! 22 Heiliger Geist, Du beglückendes Licht der Seele, lehre mich, die Bedürfnisse der anderen zu sehen und gute Werke nicht zu vernachlässigen! 23. Heiliger Geist, Du Vater der Armen, lass mich meine Fehler erkennen! 24. Heiliger Geist, der Du in den Seelen Wunder tust, führe mich durch Wachsamkeit zur Vollkommenheit! 25. Heiliger Geist, vor dem nichts verborgen ist, lehre mich, den teuflischen Nachstellungen zu entrinnen! 26 Heiliger Geist, der Du die Zukunft des Weltalls kennst hilf mir, mich aus der Botmäßigkeit des Fleisches und des Teufels loszureißen! 27 Heiliger Geist, der Du auch meine Zukunft kennst, ich vertraue Deinem Schutz auch meine Familie, Freunde, Wohltäter und alle Menschen an! 28. Heiliger Geist, mit Deiner göttlichen Hilfe lehre mich, zu Gottes Ehre und Ruhm, zum Heil der Seelen und zur Freude der Mutter Gottes zu leben, damit ich als nützlicher Diener Gottes sterben kann. Amen. Verheißungen von Gott Vater an alle, die diese Litanei mindestens 3 Mal wöchentlich innig beten: 1. Ich werde dich in sichtbarer Weise der Hand deines Gegners entreißen. 2. Ich werde Hindernisse entfernen, die dich auf dem Weg zur Vollkommenheit behindern. 3. Ich werde dir noch einen Engel geben, damit er dich durch Eingebungen vor Verlockungen zur Sünde beschütze. 4. Du wirst auf dem Weg der Tugend ausharren. 5. Du wirst deine Unzulänglichkeiten gut erkennen. 6. Du wirst die Kraft bekommen, dich von sündhaften Angewohnheiten zu befreien. 7. Ich werde deinen Glauben, deine Hoffnung und Liebe stärken, s 8. Ich werde dich aus materieller Not herausreißen. 9. Deine Familie wird in Eintracht und gegenseitiger Liebe leben. 10. Wer seinen Nächsten helfen will, muss diese Litanei wenigstens ein halbes Jahr lang täglich beten. Die Verheißung des Heiligen Geistes Diese Litanei wird sich wie eine Lawine ausbreiten. Wer sie einem anderen gibt, hat Anteil an dessen Gebeten.  Falls jemand die Verdienste nicht für sich selbst behalten will, so möge er dem Heiligen Geist sagen, in welchem Anliegen er sie aufopfern möchte.
Kathedrale: Anfang des 6. Jahrhunderts taucht der Begriff *ecclesia cathedralis* erstmals auf. Damit wird eine Kirche bezeichnet, in der die *kathedra* stand, der Stuhl eines Bischof. Kathedrale ist also der Name für eine Bischofskirche, manchmal auch Mutterkirche genannt. Metropolitankirche: So nennt man die Hauptkirche einer Kirchenprovinz, bei uns Erzbistum genannt. Die Bistümer der Schweiz sind in keiner Kirchenprovinz zusammengefasst, sondern direkt dem Vatikan unterstellt. Deshalb gibt es in der Schweiz auch Metropolitankirche. Münster: Ursprünglich wurde damit eine Kirche bezeichnet, die Teil eines Klosters (lateinisch *monasterium*) ist. Erst ab dem 13. Jahrhundert wurde diese Bezeichnung allgemein für grosse Kirche verwendet. Heute ist die Bezeichnung bei gewissen Kirchen fester Bestandteil des Namens, beispielsweise beim Fraumünster und beim Grossmünster. Dom: Seit dem 8. Jahrhundert wird diese Bezeichnung verwendet, die aus der Verkürzung von *Domus Dei* (Haus Gottes) entstand. Dome sind Kirchen, die aufgrund ihrer Grösse und Architektonik etwas Besonderes sind. Erst im 18. Jahrhundert wurde durch den Einfluss des Französischen   und Englischen (dome) der Begriff Dom auf Kuppeln ausgeweitet. Pfarrkirche: So wird die Haupkirche einer Kirchgemeinde genannt. Der Name leitet sich vom lateinischen *parochia* ab. Während früher jede Pfarrei zwingend über eine Pfarrkirche verfügen musste, ist es mit dem Kirchenrecht von 1983 wenigstens Theoretisch möglich, dass eine Pfarrei keine eigene Kirche hat. Simultankirche: Das ist eine Kirche, die von mehreren christlichen Konfessionen benutzt wird. Sie wird auch paritätische Kirche genannt. Bereits 15224 wurde im deutschen Bautzen die wahrscheinlich erste Simultankirche eingerichtet.
H. Aurich H. Aurich H. Aurich H.Aurich H. Aurich H. Aurich H. Aurich H. Aurich
MANUALE CATHOLICUM  KIRCHE IST NICHT GLEICH KIRCHE
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Der Glaube allein sola fide oder Glaube und Werke