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«Mein Leben als kostbaren Fundort zu entdecken, an dem es sich lohnt, hinzuschauen, das ist wirklich aufregend.»
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©2019 Henry Aurich
Heiliger Athanasius
«Der Missbrauch und seine Wurzeln» Trotz allem glaube ich an die heilige, katholische Kirche. Ja, trotz allem. Weil Jesus, ihr Gründer, heilig ist; weil ihre Glieder im Himmel heilig sind; weil die Sakramente, die Christus uns hinterlassen hat, heilig und heiligend sind, und weil aus der Kirche unzählige Früchte der Heiligkeit hervorgegangen sind. Und nicht zuletzt, weil wir alle mit der Hilfe des Heiligen Geistes heilig werden können, wenn wir in der Liebe leben. Dass nicht alle Glieder heilig sind, wissen wir, und trotz allem hat die Kirche bis heute überlebt, weil sie von Christus gegründet und vom Heiligen Geist durch die Böen der Zeit geleitet wird. Und sogar Unheilige sind durch innere Umkehr zu Heiligen geworden. Ich glaube an die heilige, katholische Kirche. Trotz allem.
«Offener Brief an Papst Franziskus» Als Mensch haben wir drei Möglichkeiten auf Schwierigkeiten zu reagieren: Flucht, Kampf oder sich tot stellen. Die neuesten Enthüllungen in der katholischen Kirche lassen ein Sich-totstellen und Aussitzen nicht mehr zu. Wer nicht aus der Kirche flieht, weil er die Mitverantwortung nicht mehr mittragen kann, muss sich wohl oder übel dem Kampf stellen. Einen grossen Dank an Generalvikar und Synodalrat! Ihr Schreiben an den Papst ist ein deutlicher Anfang! Schreiben wir als Mitglieder dieser Kirche unsere persönliche Betroffenheit sowohl an den Papst als auch an die Kardinäle, (Weih)Bischöfe und Äbte der Schweiz! Ganz nach dem Motto, viele Tropfen höhlen den Stein. Die entsprechenden Adressen finden sich ganz leicht im Internet! Barbara Graf, Winterthur
Er kämpfte für das, was er als Wahrheit erkannt hatte – und setzte sich hartnäckig durch gegen eine Sicht-weise, die wir bis heute Irrlehre nennen. Am 2. Mai ist sein Gedenktag.  Athanasius war einer von jenen, denen klar war: gewisse Lehren sind schlichtweg falsch. Sie sind nicht nur falsch, sie können sogar auch gefährlich sein. Dann nämlich, wenn Menschen sie glauben und danach leben. Selbst dann, wenn die Staatsgewalt auf deren Seite steht. Zu seiner Zeit im dritten und vierten Jahrhundert nach Christus war das jene Lehre, die Arianismus heißt. Sie ist benannt nach Arius, einem Theologen. Er vertrat die Ansicht, dass Jesus nicht gottgleich sei, sondern ein Geschöpf Gottes. Wäre Jesus Gott – könnten sich die Christen dann noch als Monotheisten bezeichnen, die an einen einzigen Gott glauben?, so Arius. Die Staatsgewalt stand auf seiner Seite. Nicht so Athanasius und mit ihm das Konzil, das im Jahr 325 in Nizäa in der heutigen Türkei stattfand. Athanasius wurde zum hartnäckigen Kämpfer des «wahren» Glaubens: Jesus ist gottgleich. Epiphanius, einer seiner Mitstreiter, erinnert sich: «Athanasius überredete, er mahnte, er griff zur Gewalt. Wenn er angegriffen wurde, verteidigte er sich. Wenn er der Stärkere war, dann erlebte sein Gegner eine böse Stunde. Es ist die Schwäche der Unerschrockenen, ihre Kraft nicht zu messen und so bisweilen das rechte Maß zu verfehlen.» Können Menschen unserer Tage auch als Heilige in die Kirchenge-schichte eingehen, weil sie sich wortgewaltig gegen das einsetzen, was sie als «Irrlehren» erkennen? Veronika Jehle
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